Samstag, 27. Juli 2013

BERBERITZE



BERBERIS VULGARIS



Die Berberitze ist ein dekorativer Strauch mit kleinen rötlichen Blättern an stachelbewehrten Stängeln. Hierzulande ist sie eine beliebte Heckenpflanze. Im Herbst ist sie übersät mit hübschen kleinen roten Beeren. Im Frühling blüht sie gelb. Die Rinde ist äußerlich gelbbraun bis grau, innerlich leuchtend gelb. Bis auf die Früchte und Samen können ihre Pflanzenteile eine leichte Vergiftung verursachen (Alkaloid Berberin). Ihre essbaren Beeren haben einen angenehm säuerlichen Geschmack. Sie sind sehr vitaminreich und werden in orientalischen Ländern, vor allem in Persien (Iran) zum Würzen von Speisen verwendet. Zur Konfitürenherstellung sind sie besonders in Frankreich beliebt.

Anmerkung: An den Rändern von Wirtschaftswegen oder in Feldgebüschen wurde die Berberitze weitgehend ausgerottet, da sie Zwischenwirt des Schwarzrostpilzes ist. Er befällt vor allem Getreide.

Inhaltsstoffe: Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C, Fruchtsäuren, Carotinoide, Pektin und Zucker und organische Stoffe. In den Blättern findet sich das Alkaloid Berberin.

Ernte: Die vollkommen reifen Beeren können von September bis November gesammelt werden. Wie bei der Schlehe nehmen ihnen die ersten Fröste die Bitterkeit.

In der Küche: Die Beeren eignen sich zum Würzen und Verfeinern von orientalischen Gerichten, für Fleischsaucen, Kräuter- und Gemüsesuppen. Als Gelee oder Konfitüre, zu Kompott, Einkochobst und getrocknet als Bestandteil von Früchtetee.

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