Samstag, 27. Juli 2013

GÄNSEBLÜMCHEN



BELLIS PERENNIS



Wer kennt sie nicht, diese reizende kleine Pflanze, das Gänseblümchen. Es überzieht Rasenflächen mit seinen lieblichen Blüten - und das bis in den tiefen Herbst hinein. Bellis perennis, frei aus dem lateinischen übersetzt, heißt dies „die hübsche Ausdauernde“. In der nordischen Mythologie war sie der Frühlingsgöttin Ostara gewidmet. Als Symbol für Reinheit und Unschuld galt sie den Germanen. „Maßliebchen“, „Marienblümchen“ und „Tausendschön“ sind andere volkstümliche Namen für dieses Pflänzchen. Jedes Kind kennt seine strahlenförmigen weißen Blüten, aus denen sich im Frühling Kränze flechten lassen, doch kaum jemand weiß, dass sich aus ihrer zarten Blattrosette ein köstlicher vitaminreicher Salat zubereiten lässt. Im Volksmund heißt es, dass man ein gesundes Jahr erlebt, wenn man ihre Blüten zu Jahresbeginn ist.  


Foto: © wiesengenuss
Vorkommen: Das Gänseblümchen liebt regelmäßig gemähte Wiesen, Rasenflächen, Parks und Böschungen mit niedrig wachsenden Kräutern. Dort, wo es nicht von anderen Pflanzen überwuchert werden kann. Ihren Namen hat es daher, dass es gerne auf „Gänsäckern“ wuchs. Es mag volle Sonne und nährstoffreiche Böden. Von Europäischen Einwandern eingeschleppt, hat es sich bis nach Amerika und Neuseeland ausgebreitet.  

Inhaltsstoffe: Ihre Röhrenblüten enthalten Saponine, ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerb- und Schleimstoffe. Dazu noch das Glukosid Cosmosiin. Die ganze Pflanze ist reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Kalium. Es enthält sechsmal soviel Vitamin C und viermal soviel Eiweiß wie Kopfsalat, sowie reichlich Vitamin A. Kein Wunder, dass das Gänseblümchen auch eine traditionelle Heilpflanze ist. Ihm wird eine blutreinigende und entwässernde Wirkung nachgesagt. Ein wichtiger Bestandteil einer Frühjahrskur mit Kräutern. In Form von Tees und Salben wirkt es gegen Hauterkrankungen und Leberleiden.  

Ernte: Von März bis Oktober lassen sich frische Blätter und Blüten aus ihrer Blattrosette ernten.


Foto: © wiesengenuss
In der Küche: Die Knospen des Gänseblümchen haben einen zart nussigen Geschmack. Eine hübsche Idee ist die Zubereitung von „wilden Kapern“ aus ihnen. Die weißen Blüten zieren Kräutersuppen und Salate. Vor der Blüte schmecken die Blättchen am mildesten.











Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen