Montag, 29. Juli 2013

MALVE



MALVA NEGLECTA


Andere Namen für die Weg-Malve sind Feld-Malve, Gänse-Malve, Hasenpappel oder Käsepappel. Letzterer rührt daher, dass ihre rundlich-scheibenförmigen Früchte wie kleine Käse aussehen und ähnlich schmecken. In Notzeiten wurden die Früchte als Gemüse oder Mehllieferant genutzt. Doch sollte man nicht zu viel von ihr verwenden, denn sie ist ein Stickstoffsammler und reichert Nitrat in ihren Pflanzenteilen an. Ähnlich wie Rucola oder Spinat.

Das Wort Malve stammt vom griechischen Malakos ab, was soviel wie „weich“ heißt und sich auf die ihre breiigen Früchte bzw. ihre erweichenden Eigenschaften bezieht. Zur Familie der Malvengewächse gehört auch der Eibisch, eine bekannte Heilpflanze gegen Husten, und der Hibiskus, der in tropischen Ländern beheimatet ist und einen duftenden Tee ergibt.


Vorkommen: Die Weg-Malve ist ein typischer Kultur-Begleiter und wächst gerne in Stallnähe, auf Komposthaufen, entlang von Feldwegen, in Weinbergen und an Ackerrändern.

Anmerkung: Ähnlich der Weg-Malve ist die Wilde Malve (Malva sylvestris). Die Pflanze ist insgesamt größer und hat „malvenfarbene“ bis violette Blüten. Beide Pflanzen können ähnlich verwendet werden.

Inhaltsstoffe: Ihre Blätter enthalten Vitamin C und Proteine, die Blüten Tannin. Die ganze Pflanze enthält Saponine und Pflanzensschleime. Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und durch die Schleimstoffe erweichend, reizlindernd und schleimlösend. Sie haben auch eine leicht abführende Wirkung.

Ernte: Die Weg-Malve blüht von Mai bis November. Ihre jungen Triebe können bereits im April geerntet werden.

Verwendung in der Küche: Junge zarte Malven-Blätter sind eine feine Salatbeigabe. Durch ihre schleimige Konsistenz eignen sie sich zum Andicken von Suppen. Die Knospen waren früher bei Kindern als nussiger Snack sehr beliebt: „Katzenkäse“ genannt. Die Blüten sind kandiert sehr hübsch als Dekoration für Desserts. Und natürlich als Tee. Ihre Wurzel schmeckt süßlich. In Amerika wurden früher die „Marshmallows“ aus den Wurzeln des eng verwandten Eibisch hergestellt. Mallow heißt übersetzt Malve.




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