Montag, 29. Juli 2013

WILDROSE

ROSA RUBIGINOSA

Von den Wilden Rosen gibt es viele Arten, die Hunds-Rose (Rosa canina) ist die bekannteste davon. An dieser Stelle möchte ich die duftende Wein-Rose (Rosa rubiginosa) beschreiben, die so heißt, weil sie am Rande der Weinberge gerne wächst und wie der Wein mildes Klima liebt. Wegen des Duftes ihrer Blätter wird sie auch Apfel-Rose genannt. Besonders, wenn es feucht ist, verströmen sie einen zarten Duft nach Grünen Äpfeln, daher wurde sie auch gerne für die Rosenzüchtung verwendet. Weitere Namen für sie sind Zaun-Rose oder auch Sweet Briar. Sie hat einfache dunkelrosa Blüten und blüht im Juni. Im Herbst bildet sie scharlachrote Hagebutten aus. Ihre stachelbewehrten Zweige wachsen zunächst aufrecht, später bogig gekrümmt.

Wildrosen und später die Kultur-Rosen hatten von jeher mystische Bedeutung. Im Altertum galten die schönen Rosenblüten als Symbol von Jugendfrische, Freude und Liebe.  

Vorkommen: Rosen lieben die Wärme und die Sonne. Der tiefwurzelnde Strauch wird deshalb vor allem in Hecken an trocken-warmen Standorten angepflanzt. Auch an Bachufern, in Weinbergen und in Feldgebüschen fühlt sie sich wohl. Als Einzelpflanze im Garten erreicht sie eine stattliche Größe von bis zu 2 Metern.  

Anmerkung: Da die Wein-Rose kalkhaltigen Boden mag, kam sie ursprünglich vor allem in Gäulandschaften auf der Schwäbischen Alb vor. Erst durch Anpflanzungen wurde sie auch in andere Gebiete verbreitet.  

Inhaltsstoffe: Die Hagebutten enthalten Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Zucker, Carotinoide, Spuren von Flavonoiden, Pektin und große Mengen an Vitamin C.  

Ernte: Die Blüten erscheinen im Juni/Juli, die Hagebutten können ab Oktober bis in den Winter hinein geerntet werden.  

Verwendung in der Küche: Die Rosen-Blüten sind eine sehr schöne Dekoration für Wildkräutersalate und Desserts. Aus den Knospen und Blüten kann Rosengelee und Rosensirup und Rosenwein hergestellt werden. Die vitaminreichen Hagebutten eignen sich für Marmeladen und Gelees, Hagebuttensuppe oder –sorbet.

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