Montag, 29. Juli 2013

PASTINAK

Jacob und Johann Georg Sturm

Pastinake
PASTINACA SATIVA




Der Pastinak (Pastinaca sativa), auch die Pastinake, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Pastinaken (Pastinaca) in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Als Wildform gilt Pastinaca sativa subsp. sativa var. pratensis (Wiesen-Pastinak); die Kulturform Gemüse-Pastinak wird als Pastinaca sativa subsp. sativa var. sativa bezeichnet.

Der Pastinak wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt zum Gemüse des Jahres 2011/2012 in Deutschland gewählt.
(Quelle: wikipedia)


Ein echtes Wildgemüse - die Pastinake. Mit ihren scheibenförmigen gelben Blütendolden ist sie im Sommer eine attraktive Erscheinung an Wegrändern und Wiesen. Fast immer sitzen bunte Käfer, Bienen und andere Insekten auf ihnen. Sie kann bis zu 120 cm groß werden. Ihr Stängel ist kantig und gefurcht. Die Verwechslungsgefahr mit den giftigen und weißblühenden Doldenblütlern wie Schierling, Kälberkropf und Hundspetersilie ist gering, denn die Pastinake blüht leuchtend gelb. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist ihr würziger an Möhren erinnernder Duft.

Foto: © wiesengenuss
Schon im Römischen Reich gehörte die Pastinake zu den beliebtesten Wurzelgemüsen und bis ins 18. Jahrhundert war sie auch in Deutschland und Österreich eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Später wurde sie von der Kartoffel und der Möhre verdrängt. Doch heute werden auf Märkten und in Bioläden die würzigen Pastinakenwurzeln wieder als Gemüse verkauft.   

Anmerkung: Als zweijährige Pflanze bildet die Pastinake im ersten Jahr Blattrosette und Wurzel, erst im zweiten Jahr blüht sie. Traditionell gräbt man ihre Wurzel im Winter des ersten Jahres aus. Bei der Wildform sind die Wurzeln kleiner und dünner, bei den Kulturformen können sie bis zu 6 cm dick werden. Wegen ihrer Ähnlichkeit zur Möhre und Petersilie wird sie auch Hammelmöhre, Hirschmöhre oder auch Welsche Petersilie genannt.   

Vorkommen: Die Pastinake wächst an Wegrändern, trockenen Böschungen und Wiesen sowie in lückigen Unkrautfluren. Auch in Steinbrüchen oder im Getreide kommt sie vor. Sie ist eine Lichtpflanze und Charakterart „wärmebedürftiger und Trockenheit ertragender, zweijähriger bis ausdauernder Ruderalfluren“. Sie liebt kalk- und basenreiche Böden mit viel Stickstoff.

Foto:  Thorbecke Verlag
Inhaltsstoffe: Mit Ausnahme von Provitamin A übertrifft der Nährwert der Pastinake den der Möhre. Die Wurzel hat einen außergewöhnlich hohen Kaliumgehalt und liefert viele Kohlehydrate und Ballaststoffe. Die Pastinake enthält B-Vitamine wie das Niacin, Vitamin C, A und Folsäure sowie nennenswerte Mengen an Phosphor, Eisen, Magnesium und Zink. Ihren typischen Geruch und Geschmack bestimmt ihr Anteil an ätherischen Ölen. Die grünen Pflanzenteile enthalten Bergapten und Xanthoxin. Die Blätter sind als Gewürz in der Küche eine schöne Alternative zur Petersilie.




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Quellen

wikipedia
Udelgard Körber-Grohne: Nutzpflanzen in Deutschland, Theiss 1994

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